Scheinschwangerschaft


Bei Kaninchen

Das Weibchen hat keinen festen Zyklus und ist das ganze Jahr empfangsbereit. Eine Scheinschwangerschaft (SSS) ist das Produkt überschießender Hormone.
Maximal 6 SSS pro Jahr sind für das Weibchen ohne gesundheitliche Auswirkungen, sollte dies öfter vorkommen, wäre eine Kastration der Häsin überlegenswert.

    Eine SSS wird durch viele Faktoren ausgelöst:
  • Nackenbiss (auch im Zuge einer VG)
  • Jahreszeit (meist Frühling/Herbst)
  • Schwankungen der Raumtemperatur
  • Futterumstellung
  • Anwesenheit eines Rammlers
  • vorangegangene Hitze
  • auch ein erfolgloser Deckungsakt

Meist erkennt man eine SSS an einer Reihe von Veränderungen am Kaninchen.
Nicht selten sieht man das Weibchen dann aufgeregt hin und her rennen und dabei sammelt sie fleißig Stroh und Heu um damit ein Nest zu bauen. Auch das Rupfen von Bauchfell, aufgeregtes Scharren und genervtes Verhalten können Anzeichen dafür sein. Es kann durchaus auch zu Milchproduktion und geschwollenen Zitzen kommen.
Man rechet damit, dass eine vorausgehende Hitze und eine anschließende SSS nach spätestens 3 Wochen vorbei sein muss, ist dem nicht so muss der TA eingreifen.

Im Normalfall sind die Weibchen 2-3 Mal im Jahr max. noch ein Viertes Mal scheinschwanger. Kommt es jedoch öfters vor sollte man den Tierarzt aufsuchen und mit ihm die Thematik besprechen. Der TA sollte euch über eine Hormon- oder Bachblütentherapie oder gar Kastration informieren.

Zu häufige Scheinschwangerschaften führen dazu, dass sich durch den Stress und die Hormonbelastung die Gebärmutter verändert. Es kann sein, dass ein dauernd scheinschwangeres Weibchen eine große Wamme ausbildet. Letzteres liegt daran, dass die Häsin denkt, sie bekommt Junge und speichert Reserven an, um die Jungen durchzubringen.
Ebenfalls wird die Häsin nach und nach ihr Verhalten ändern, denn Scheinschwangerschaften (und echte Schwangerschaften) sind extrem stressig für das Tier und wenn das zu oft vorkommt, steht die Häsin unter Dauerstress.

Eine richtige Schwangerschaft erkennt man daran, dass ein Deckakt vorausgegangen ist.
Die schwangere Zippe stellt das Fressen kurz vor der Geburt ein und einige Tage vorher wird sie wählerisch.
3-4 Tage vorher wird das Nest gebaut und in der Nacht oder den frühen Morgenstunden werden die Babies geboren.



 

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