Zusammenführung

Kaninchen

Vorbereitung einer Zusammenführung:

Ein Neuankömmling sollte zuerst in Quarantäne (1-2 Wochen allein in einem separaten Raum) gehalten werden, um keine Krankheiten in den Bestand zu holen.
Eine Routineuntersuchung beim TA ist auch nötig.

Die Methode, dass sich die Tiere in benachbarten Käfigen kennenlernen ist meist kontraproduktiv.
Am besten haben sich die Tiere zuvor noch nie gesehen und gerochen, denn es könnten sich sonst Aggressionen aufbauen.

Sollen Kaninchen zusammengeführt werden, die sich doch bereits kennen:
Trenn die Tiere auch komplett voneiander ab, ohne Sicht- und Riechkontakt, das bedeutet verschiedene Räumlichkeiten.
Diese Trennung sollte ca. zwei Wochen andauern, bevor man die Tiere erneut vergesellschaftet.

Eine Zusammenführung soll gut geplant sein, man braucht Zeit dafür, denn man sollte die Kaninchen die ersten 5-7 Stunden nicht unbeaufsichtigt lassen. Prima wäre ein verlängertes Wochenende, an dem man wirklich Zeit hat um die Keinen zu beaobachten.
Für eine Vergesellschaftung braucht man ein neutrales Gebiet. Am besten ist es man stellt den Kaninchen einen Raum zur Verfügung in dem noch keiner von ihnen war, somit stellt auch keines von ihnen Revieransprüche. Dort stellt man verschiedene Versteckmöglichkeiten auf, z.B. Röhren, Tunnel, ein paar Kartons mit mehreren Ausgängen. Erhöhungen werden bei einer Zusammenführung auch gerne genommen, dazu nimmt man eventuell den Käfig (die Käfigtüren bei einer Zusammenführung verschlossen lassen, wegen der Verletzungsgefahr). Darauf kommt eine dickere Decke, so können sie sich nicht verletzen an dem Gitter.

Bevor nun die Racker den Raum betreten kann man noch Futter (z.B. Äpfel, Karotten, Salat klein schneiden) verteilen, das lenkt sie ein bisschen ab.

Nun geht's los:

Am besten ist, man setzt alle Tiere gleichzeitig ins Gehege. Denn zuerst wird es ruhig bleiben und nur geschaut, was wo ist und wie alles schnuppert.
Dann entdecken sich die Kaninchen uns es kommt zu Ringkämpfen.
Man kann Gerammel oder auch Jagen beobachten, doch keine Sorge das ist normal und auch wenn Fell fliegt.
Gegenseitiges Zwicken gehört ebenso dazu, dass der Rang geklärt wird. Es sind nunmal Tiere, die sich anders ausdrücken als wir Menschen.
Was sie aber nicht dürfen ist, sich ineinander verbeißen und wenn Blut fließt, dann bitte trennen bevor es zu größeren Verletzungen kommt: wenn eine Tier verletzt ist dann natürlich erstmal zum Tierarzt.

Noch einmal ganz wichtig:
Trennt die Tiere nicht nur, weil ihr nicht sehen könnt, wie sie streiten. Das ist kontraproduktiv und macht es nur schlimmer. Jede Zusammenführung ist unangenehm zu beobachten, aber solange sich kein Tier ernsthaft verletzt, sollten sie wirklich zusammenbleiben und nicht getrennt werden.
Die Zusammenführung st erst dann beendet, wenn die Tiere sich komplett akzeptieren, miteinander fressen, nebeneinader schlafen und kuscheln.

Bilder einer Zusammenführung:



Vergesellschaftung von Meerschweinchen

Es gibt 4. verschiedene Varianten um Meeris zu halten:

  1. 2 Weibchen
  2. 1 Weibchen + 1 Bock
  3. Mehrere Weibchen + 1 Bock
  4. 2 Böckchen

Ich schreibe erstmal das Allgemeine zur Vergesellschaftung von Meerschweinchen und danach gehe ich auf die 4. Varianten ein. Alle Meeris sind friedfertige, aber jeder hat einen anderen Charakter. Man sollte darauf achten, dass die Gruppe sehr harmonisch ist und keine Spannungen in der Luft liegen, wenn Sie schon ein dominantes Weibchen haben, dann suchen Sie nicht noch eins, den das geht meist schief.

Zur Frage: Warum nur 1. Bock bei Weibchen?

Noch ein Männchen wird meist als Rivale angesehen und muss so lange bekämpft werden, bis er aus dem Revier vertrieben ist, außer das Revier ist so groß und es sind so viele Weibchen da, dass sie sich aus dem Weg gehen können.

Bevor Du mit der Vergesellschaftung anfängst, musst du einiges beachten:

  1. Fang nicht erst abends an!
  2. Eine Vergesellschaftung kann unter Umständen einige Wochen dauern, also abwarten und Nerven zusammen nehmen.
  3. Mach die Vergesellschaftung an einem neutralen Ort, d.h. gegebenenfalls Badezimmer bei Freunden oder im Gehege!
  4. Wenn du die Vergesellschaftung im Gehege machst, dann muss vorher alles mit Essigwasser gereinigt werden, damit keine alten Reviergerüche bestehen und alles neutral ist.
  5. Mach es, wenn es eigentlich Futter gibt (morgens), dann wird erstmal gefressen und dann erst sehen die Kleinen den Neuankömmling.
  6. Alles rausnehmen was Streit bedeuten kann, d. h. alles wo es nur einen Ein- und Ausgang gibt (z.B. Schluchten, Häuser ).
    Bei 3 Meeris: 2 Heuraufen, 2 Trinknäpfe und das Frischfutter auf dem Boden verteilt, dass gilt auch bei weniger als drei Meeris. Meeris brauchen kein Haus nur was dunkles zum drunter kuscheln, d. h. Du kannst alternativ ein tiefes Brett im Gehege einbauen. Möchtest Du nicht auf Häuser verzichten, braucht das Haus wenigstens drei Ein- und Ausgänge.
  7. Denk dran: Meeris sind Fluchttiere und brauchen viele Versteckmöglichkeiten ( z.B. Das Heu auf der Heuraufe bis zum Boden hängen lassen, Baumstämme, tiefe und/ oder hohe Bretter mit Aufgang und verschiedene Räume im Gehege schaffen)

Jetzt die 4. verschiedenen Varianten der Meerschweinchenhaltung.

  1. 2 Weibchen
    Man kann auch nur 2 Meeridamen halten, aber es müssen wenigsten zwei sein, weil Meerschweinchen Gruppentiere sind. Die Mädels sollten gut zueinander passen, vielleicht sogar Geschwister sein. Achtung: Zickenalarm !!!
  2. 1 Weibchen + 1 Bock
    Hier sollte man darauf achten, dass der kleine Kerl kastriert ist, den Nachwuchs ist unerwünscht (es gibt genügend Meeris im Tierheim). Bei dieser Haltung gibt es nur ein Problem: der Bock fühlt sich unterfordert.
  3. Mehrere Weibchen + 1 Bock
    Dies ist die schönste Variante: der Bock hat viel zu tun und die Weibchen können sich nicht streiten, weil der Bock die Rolle des Schiedsrichters übernimmt. Hier hören Sie die meisten Laute, es müssten aber mindestens 3 Meeris sein.
  4. Böckchenhaltung
    Hier würde ich schon ein Bruderpaar oder 2 Männchen was sich im Tierheim gesucht und gefunden haben nehmen, wenn Sie aber unbedingt vom Züchter zwei Böckchen nehmen wollen, sollte es ein älterer Bock (geschlechtsreif) und ein Baby (noch nicht geschlechtsreif) sein. Dann hast du gute Chancen, dass sich beide verstehen und sich gut entwickeln.
    Achtung: Jungböcke haben noch nicht das notwendige Sozialverhalten erlernt. Verstehen sich die Beiden überhaupt nicht, hilft auch keine Kastration.
  5. Nie Weibchen im selben Zimmer halten, sonst entsteht Agressionsverhalten!

Bilder einer Zusammenführung:





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