Allgemeines:
Normalerweise geht die Schmeißfliege nicht auf gesunde Tiere.
Es sind mehr kränkliche, geschwächte und in der Bewegung eingeschränkte Tiere die betroffen sind. Ob das Tier nun in Aussenhaltung oder Innenhaltung lebt macht hier keinen Unterschied, jährlich sterben zahlreiche Tiere an diesem Befall! Besonderst bei warm-feuchtem Klima fühlen sich die Fliegenmaden wohl.
Feuchtigkeit, Wärme und Geruch ziehen sie an. Die Fliegenweibchen legen ihre Eier auf dem Tier ab, die Entwicklung vom Ei zur Larve dauert nur wenige Stunden. Die Maden schlüpfen und dringen durch Wunden oder Körperöffnungen in die Unterhaut. Hier bohren sie sich in das Gewebe, Körperausscheidungen und Darminhalt. Dort schädigen sie durch Abgabe ihres Stoffwechselendproduktes den Wirtsorganismus und es kommt im späteren Verlauf zu einem toxischen Schock (Vergiftung).
Anfangs bermerkt man den Befall nicht, da man nichts besonderes riecht oder das Tier sich kaum anders verhält.
Bei einer frühzeitigen Erkennung jedoch ist die Myiasis gut zu behandeln und die Tiere können von den Maden befreit werden. Tägliche Kontrolle ist wichtig und es zählt im Ernstfall jede Minute.
Bei einer späteren Entdeckung können lebensnotwendige Organe des Tieres befallen sein. Symptome der Erkrankung können Zuckungen, Kratzanfälle bis hin zur totalen Apathie sein. Letzteres deutet auf einen bereits fortgeschrittenen Verlauf hin.
Behandlung:
Die Maden müssen vollständig mit einem feinen Kamm herausgekämmt werden (z.B Flohkamm). Danach müssen die Tiere nach Wunden untersucht werden und gegebenfalls die Maden mit einer Pinzette aus der Unterhaut entfernen.
Der Gang zum Tierarzt ist jedoch nicht ersetzbar und man sollte ihn am besten sofort aufsuchen! Nekrotisches Gewebe wird der Tierarzt dann entfernen, ausserdem wird dem Tier meist noch Schmerzmittel und Antibiotika gereicht. Der kleine Patient sollte man mindestens noch 14 Tage genau beobachten, da ein Rückfall nicht auszuschließen ist.
Vorsorge:
Leider kann man hier nicht sehr viel vorsorgen, grundsätzliche Regeln gilt es einzuhalten.
Hygiene ist gerade im Sommer ein Muss ebenso eine regelmäßige (tägliche) Fellkontrolle mit dem Flohkamm.
Eine Lupe kann hier sehr hilfreich sein, denn mit bloßen Auge sind Fliegenmaden kaum zu erkennen (leicht zu verwechseln mit feinen Schuppen oder Pflanzensamen).
Fliegengitter helfen lästige Tiere vom Stall fern zu halten.
Zu dicke Tiere können sich nur schwer selbst putzen, da wäre ein Gewichtsverlust anzuraten.
Zu langes Fell muss im Sommer gekürzt werden. Durchfall bitte ernst nehmen und behandeln!
Schwache und kranke Tiere am besten nicht draußen lassen, die Gefahr ist einfach zu groß.
Neueste Kommentare
vor 8 Wochen 6 Tage
vor 11 Wochen 4 Tage
vor 19 Wochen 3 Tage
vor 19 Wochen 5 Tage
vor 19 Wochen 6 Tage
vor 23 Wochen 3 Tage
vor 24 Wochen 1 Tag
vor 33 Wochen 4 Tage
vor 34 Wochen 4 Tage
vor 36 Wochen 4 Tage