Chlamydieninfektion

Erreger:

Chlamydia psittaci
Chlamydien gehören zu den bakteriellen Erregern. Diese durchlaufen mehrere Entwicklungsstadien, der gesamte Zyklus dauert 2-3 Tage.
Eine Chlamydieninfektion zählt zu den Zoonosen, das bedeutet, das der Erreger auch für andere ansteckend ist (z.B. Amphibien, Vögel, andere Säugetiere, Reptilien und auch für den Menschen).

Übertragungswege:

Luft
Kontaminierte Staubpartikel
Ausscheidungen
Köperflüssigkeiten infizierter Tiere (Nasen- und Augensekret, Sperma, aber auch Muttermilch)

Krankheitsverlauf:

Wie bei jeder Krankheit variiert der Krankheitsverlauf von Tier zu Tier.
Die Tiere erkranken an einer eitrigen Bindehautentzündung, hinzu kommen stark geschwollene Augenlieder und verklebte Augen. Als Begleiterscheinung können Schnupfen und eine Erkrankung der Atemwege hinzukommen.
Es kann auch eine Lungenentzündung auftreten oder das Tier kann sterben. Auch kann der Genitalbereich in Mitbeteiligung kommen. Früh- oder Totgeburten sind auch möglich. Der gesamte Bestand kann sich schnell damit infizieren, besonders gefährdet sind Jungtiere und tragende Weibchen. Wenn ein Meerschweinchen einmal an der Krankheit erkrankt war, scheint es als ob eine vorübergehende Immunität eintritt, da die Tiere selten ein zweites mal, innerhalb eines kurzen Zeitraumes, akut erkranken. Auch nicht, wenn sich andere erkrankte Tiere in unmittelbarer nähe befinden. Neugeborene und neu dazugekaufte Tiere laufen Gefahr, sich mit dem Erreger anzustecken, so das die Infektion bei Ihnen ausbricht. Das spricht dafür, das sich der Erreger auch nach langer Symptomfreiheit im Bestand der Tiere hält, jedoch in laterner Form. Es kommt auch vor, das die Chlamydieninfektion als Mischinfektion abläuft, d.h. das andere Erreger (z.B. Bordatellen, Strptokokken oder Staphylokokken) mit beteiligt sein können und somit das Krankheitsbild entsprechend erschweren.

Behandlung:

Durch eine Obduktion eines verstorbenes Tieres kann der Erreger nachgewiesen werden oder durch einen Augenabstrich ist es ebenfalls möglich. In leichten Fällen kann die Erkrankung von alleine ausheilen. Liegt eine schlimme Augenentzündung vor, sollte das Tier behandelt werden. Sind auch Atemwege beteiligt, muss eine Behandlung durch einen TA erfolgen. Behandelte Tiere sind schneller genesen, als unbehandelte. Zur Behandlung wird folgendes empfohlen: Tetracyline (Doxycylin, Chlortetracyclin). Für die Behandlung der Augen hat sich folgende Salbe bewährt: Floxal- Salbe (Wirkstoff: Oxofloacin).