Erfahrungsberichte

Wir würden uns freuen wenn Ihr hier eure Erfahrungen veröffentlichen würdet, damit andere von ihnen lernen & profitieren können.

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Blindheit

Zuerst habe ich nie mit dem Gedanken gespielt, mir mal ein blindes Kaninchen anzuschaffen, doch dann kam alles anders. Ich stöberte die Vermittlungsanzeigen in verschiedenen Foren durch und bin dann auf meine Müsli gestoßen. Es war liebe auf den ersten Blick. In der Anzeige stand auch drin, das sie blind ist und ich setzte mich mit dem Tierschutzverein in Verbindung, um erstmal mehr über Müsli zu erfahren und auch, was man bei einen blinden Kaninchen beachten muss. Im Grunde sind blinde Kaninchen nicht anders als die, die sehen können, nur eben das sie blind sind. Es soll auch darauf geachtet werden, das man seine Möbel nicht alle paar Wochen umstellt, sondern, diese so stehen lässt, wie sie sind, ist für die Orientierung besser. Das Futter, Heu und Wasser sollte auch immer an der gleichen Stelle stehen, damit sie sich besser orientieren kann, in ihrem eigenen Käfig.
Was man mir nur nicht sagen konnte war, wie sich meine Gruppe ihr gegenüber verhält, das war mir schon klar.
Ich sprach mit meinen Mann und er erlaubte es mir, sie zu holen. Als sie dann bei mir war, habe ich sie erstmal in ihren neuen Käfig gesetzt, den sie auch gleich erkundete. Nach 3 Tagen Eingewöhnungszeit habe ich sie dann in die Küche gesetzt, wo die Zusammenführung stattfinden sollte. Für eine Stunde ließ ich sie dann alleine in der Küche, damit sie den Raum erkunden konnte und auch die Verstecke auskundschaften konnte, ich denke, den kleinen Vorteil kann sie ruhig haben.
Dann kam die stunde der Wahrheit, ich holte die anderen und ließ alle erstmal 30 Minuten alleine und nichts passierte. Ich habe mich dann in die Küche gesetzt, um zu sehen was passiert. Nach 3 Stunden kuschelten alle schon zusammen und putzten sich gegenseitig. 2 Tage später habe ich dann alle in das Wohnzimmer geholt, wo sie heute noch rumhoppeln. Meine respektieren sie auch und es gab bis jetzt keinerlei Reibereien oder andere Probleme. Ich musste mich erstmal daran gewöhnen, dass ich meine blinde nicht von oben packe, sondern ihr erst die Hand hinhalte und dann streicheln oder rausnehme. Im Grunde ist sie wie meine anderen Kaninchen auch, nur das sie nicht sehen kann und deswegen schonmal knurrt oder einen etwas zwicken tut, was ich ihr aber nicht übel nehme. Ganz ehrlich gesagt hatte ich am Anfang auch meine Zweifel, ob ich sie wirklich nehmen sollte. Aber als sie erstmal da war, habe ich gesehen, das sie bestens zurechtkommt und sich die Umgebung sehr gut merken kann. Auch wenn mal eine Pulle im weg ist, rennt sie diese nicht um, sondern schnüffelt daran und geht dann daran vorbei. Ein blindes Kaninchen hat auch immer einen besonderen bezug zu einen anderen Artgenossen, so habe ich es mitbekommen. Denn meine Müsli (die blinde) und ihr Bruder sind unzertrennlich und sollte einer doch mal fehlen, dann suchen sie solange bis sie wieder zusammen sind. Ihr Bruder hilft ihr auch, sich zu orientieren. Ich kann nur sagen, das man sich ruhig ein blindes Kaninchen holen kann und keine Angst haben braucht, denn die anderen Kaninchen kommen auch mit ihrer Blindheit bestens zurecht. In meinen Augen macht die Unwissenheit die größten Zweifel.
geschrieben von: Maren

Blähbauch / Magenüberladung

Wie es sich meine Lieben Tiere aussuchen, werden die entweder krank, wenn ich für den Tierarzt eigentlich kein Geld haben oder aber die werden immer zum Wochenende krank. Aber nicht das ich falsch verstanden werde, ich fahre lieber 3 mal zuviel zum TA, als einmal zu wenig. So wie mit meinen Blacky. Ich war mit meinen Sohn spazieren und kam nach hause und wollte meine Tiere füttern und mein Blacky saß zusammengekrümmt in der hintersten Käfigecke und bewegte sich keinen millimeter. Wenn man ihn streichelte, dann kam es mir so vor, als wenn er vor schmerzen zusammen zuckt. Ich bin dann zu meiner Tierärztin gefahren und die hat ihn dann abgehört und auch untersucht und dann eben die Diagnose Magenüberladung (auch Blähbauch genannt) festgestellt. Es wurde ihm was krampflösende's und auch was gegen die Starken schmerzen gegeben. Für zuhause habe ich Sab Simplex und Paraffinöl mitbekommen, was ich über 3 Tage geben musste. Ich sollte ihn auch warm halten und zufüttern (Babybrei aus dem Gässchen). Am nächsten Tag hatte es den anschein, das es schon bergauf mit meinen kleinen geht. Am späten nachmittag bin ich dann zu meinen Eltern gefahren, da ich der meinung war, das mein Blacky wieder auf dem weg der Besserung ist, nur ich wurde eines besseren belehrt. Ich kam gegen 20 Uhr wieder heim und sah meinen Blacky dann mit hochgehaltenen Kopf im Käfig sitzen und er hatte auch schmerzen, das habe ich ihm richtig angesehen. Ich habe ihn dann eingepackt und bin in die Tierklinik mit ihm gefahren, da es ja samstag war und ich nicht wusste, wohin ich sollte, habe da vorher angerufen und ich sollte sofort vorbeikommen. Ich bin dort hin gefahren und die haben ihn dann über nacht da behalten, damit sie ihn beobachten können und auch untersuchen. Am nächsten morgen um 9uhr kam dann der anruf, das ich meinen schatz abholen kann und sie sagte zu mir, das sie ihm nochmals was krampflösende's gespritzt haben und was gegen die schmerzen und wenn das innerhalb der nächsten 24 stunden nicht besser wird, sollte ich nochmals vorbeikommen und wenn es sich arg verschlimmert, sofort. Ich habe schon immer zwischendurch geweint, da ich dachte, das er es nicht schaffen wird. Aber zum Glück ging es dann bergauf. ich musste ihn ja auch noch zufüttern und er wehrte sich immer mehr dagegen und da habe ich schon bemerkt, das es bergauf geht. Und diesmal hatte ich das richtige gefühl. Ich habe ihn noch eine Nacht alleine gelassen und am nächsten morgen konnte man auch schon köddel im Käfig finden und er futterte auch schon wieder mit begeisterung Heu. Also habe ich meine Tiere wieder zusammengetan.
Ich kann nur jeden raten, das man im krankheitsfall des tieres, nicht auf das Geld achten sollte, denn die Tiere sind es wert, für mich jedenfalls, und ich würde es mir nicht verzeihen, wenn ich nicht zum TA fahre, nur weil das geld etwas knapp ist.
geschrieben von: Maren

Pilz bei Meeri neu

Im Dezember 2004 nahm ich zwei Meerschweinchen auf, die stark verpilzt waren. Dies wurde bei dem Tierarztbesuch entdeckt und unter UV-Licht strahlte uns der Pilz dann fröhlich-gelb an. Ich bekam das Mittel „Surolan“ gegen den Pilz, der zwei Mal täglich auf die Stellen geschmiert werden musste. Bei Pilz muss man wissen, dass dieser auch auf den Menschen gehen kann – also wenn man ein Pilztier hat, muss man diszipliniert nach JEDEM Kontakt die Hände waschen und ggf. die Kleidung wechseln. Wenn man weitere Tiere hat, sollte man diese auch untersuchen lassen. Wenn die anderen Tiere nicht erkrankt sind, muss man das erkrankte Tier isolieren – am besten in einen anderen Raum stellen. Die Pilzbehandlung dauert etwa 4 Wochen und die nachträgliche Inkubationszeit beträgt 6 Wochen.
Diese Zeit sollte man einhalten, denn ein Pilzbefall bei mehreren Tieren kann schnell sehr teuer werden!

Zahnfehlstellung Kaninchen

Basted wurde wegen Zahnfehlstellung ziemlich früh an mich abgeschoben. Ihre vorderen Zähne waren damals sowohl oben als auch unten sehr lang, sodass ich gleich mit ihr zu meiner Tierärztin gefahren bin und die habe kürzen lassen. Basted hat sowohl vorne als auch hinten eine Zahnfehlstellung, die daher rühren, dass sie den „perfekten, runden, kleinen Kopf“ hat – dass dies immer zu Zahnfehlstellungen führt, scheint die Züchter kaum zu interessieren! Die vorderen Zähne von Basted müssen etwa alle 4 Wochen gekürzt werden – das lässt sie sich auch gut gefallen. Doch die hinteren Zähne, die man ohne Narkose mit einer Maulsperre kürzen könnte, müssen immer in Narkose gekürzt werden. Sie lässt sich die Maulsperre einfach nicht gefallen und so müssen meine Tierärztin und ich dies mit ihr üben, indem sie bei jedem Tierarztbesuch (egal weshalb) einmal die Maulsperre angelegt bekommt. Doch da mein kleiner Wirbelwind wirklich Charakter hat und sehr stur ist, müssen wir wohl die nächsten Male noch in Narkose legen – vielleicht ändert es sich irgendwann. Die Narkose hat nicht nur den Nachteil, viel teurer zu sein, sondern auch, dass es jedes Mal ein Eingriff ist. Sie muss danach 24 Stunden einzeln gesetzt werden, damit die Nachwirkungen der Narkose restlos verschwunden sind und keine Verletzungsgefahr besteht. Das bedeutet nach jedem Zähne kürzen leider auch eine neue Vergesellschaftung mit der Gruppe. Die Kosten belaufen sich etwa auf 5 Euro für die vorderen Zähne. Die Hinteren Zähne wurden bisher zwei Mal gekürzt, einmal kostete es 45 Euro und einmal 31 Euro. Nach jedem Kürzen allerdings, hat Basted ein paar Tage lange Schwierigkeiten zu fressen (sowohl bei den vorderen, als auch hinteren Zähnen). Das bedeutet, etwa 3 Tage lang, muss ich das Futter für 4 Kaninchen klein schneiden oder raspeln, was natürlich auch ein gewisser Arbeitsaufwand ist. Die vorderen Zähne unterliegen einer ständigen Kontrolle, die hinteren Zähne kann man nur mittels eines Werkzeugs feststellen, das beim Menschen dazu dient, in die Ohren zu sehen

Fliegenmaden neu

Ich möchte gerne einen Erfahrungsbericht zu einem leider nicht sehr angenehmen Krankheitsthema bei Kaninchen beisteuern.
Nein, leider wurden auch meine Hoppler nicht von Fliegenlarven verschont. Schon mehrmals hatten wir, obwohl wir unsere Kaninchen bestens versorgten, mit ihnen zu kämpfen.
Eigentlich wäre ich niemals auf die Idee gekommen, dass meine Kaninchen an ihnen erkranken könnten, denn schließlich bekamen sie von uns eine ausgewogene Ernährung und allerbeste Pflege. Doch eines Morgens saß unser Häschen wie paralysiert in seinem Stall, sein Fell verdeckte noch sporadisch eine Wunde am hinteren Rückenbereich. Als wir es schließlich genauer untersuchen wollten, krochen sie uns schon entgegen. Dutzende! Wir waren furchtbar erschrocken und absolut überfordert mit dieser Situation, darüberhinaus war am Sonntagvormittag auch nicht gleich ein Tierarzt zur Stelle, so mussten wir eben selbst helfen! Wir setzten Lucy in eine flache Wanne mit warmem Kamillentee, um die Wunde wenigstens etwas freizulegen und zu desinfizieren. Anschließend kamen wir nicht drumrum die Maden einzeln mit einer Pinzette runterzuholen. Dabei übersahen wir aber die Dutzenden Fliegeneier, die sich noch in ihrem dichten Fell befanden, sodass wir, mit Hilfe des Tierarztes, schließlich drei Tage brauchten um komplett alle Maden zu entfernen und ich kann euch sagen, dass dies trotz der Gummihandschuhe keine angenehme Aufgabe war. Nach einigen Wochen, die Lucy dann schließlich im Haus verbringen musste, war sie dann wieder fit - die Wunde war gut verheilt und das ehemals pechschwarze Fell wuchs schneeweiß wieder nach. In der Folgezeit mussten wir noch zweimal mit Fliegenmaden kämpfen, die aber bei weitem nicht mehr so zahlreich waren. Fast "routiniert" gingen wir die Herausforderung an und in jeweils einem "Waschgang" war Lucy von ihren unschönen Besuchern befreit. Zum Glück war sie eine ganz brave, die die Prozedur mit einer Seelenruhe über sich ergehen ließ. Zwei Jahre später musste sie schließlich eingeschläfert werden. Ihr hinterer Muskel am Rücken wurde durch den ersten Madenbefall so geschädigt, dass er sich zurückbildete und sie schließlich nicht mehr laufen konnte. Ein harter Schlag für uns, da wir wirklich immer sehr viel Zeit und Aufopferung darin gesteckt haben, sie gesund zu pflegen....

Mein Tipp für alle Kaninchenbesitzer, die ihren Tieren dieses Schicksal ersparen möchten:

Ein Fliegengitter muss unbedingt am Stall befestigt werden. Die Häschen müssen natürlich täglich kontrolliert, was sich problemlos mit der Kuschelstunde vereinbaren lässt. Da unsere Hoppler über den Winter leider tierisch zugenommen haben und es sehr schwer ist, sie auf Diät zu setzen, helfen wir beim Putzen etwas nach. Babypuder schützt nasse Stellen, auf die sich die Fliegen gerne stürzen. Und auch wenn die Tierärzte davon abraten: Wenn sich bei den Tieren zuviel Dreck angesammelt hat, dann setzen wir sie in eine Wanne mit ganz flachem warmen Wasser und machen sie auf diese Weise sauber. Danach trocknen wir sie gut mit einem Handtuch ab und legen den Käfig gut mit Heu aus, damit keine Unterkühlung droht. Die Nacht verbringen sie natürlich im Haus, damit sie nicht noch krank werden und anderen Erregern zum Opfer werden. Ich kann nur jedem raten, sich diese Mühe zu machen. Wenn man sich Haustiere anschafft, dann muss man auch etwas Zeit investieren und wer das schon einmal durchmachen musste, was wir schon erlebt haben, der macht dies gerne!


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