Nachwuchs

Meerschweinchen

Natürlich ist es schön einmal mitzuerleben wie es ist wenn Meerschweinchen junge bekommen. Jedoch sollte man bitte daran denken, es sind Lebewesen und man darf nicht einfach mit ihnen "herum experimentieren" und sollte sich vorher genau erkundigen über die Genetik & Aufzucht. Meerschweinchen sollten nicht älter wie 1 Jahr sein, wenn sie das erste mal Werfen da es sonst zu komplikationen kommen kann, da sich das Becken des Weibchens anfängt zu verknöchert und die Babys so keinen Platz mehr haben um heraus zu kommen. Jedoch sollte die Meeriedame auch nicht jünger wie 6 monate sein, da es dann auch zu Wachstumsproblemen der jungen Mama kommen kann. Versucht bitte die Deckung in den Frühlings- oder Herbsttagen zu legen, denn in den Wintermonaten und Sommermonaten ist es für die Meerschweinchen sehr anstrengend Geburt & Aufzucht, dabei noch die Hitze/Kälte zu ertragen.

Es kommt nicht selten vor das Sommerjunge oder Winterjunge sterben wegen Hitze oder Kälte. Die Meerschweinchendame ist alle 14-18 Tage aufnahmebereit, der Bock umwirbt seine Frau indem er mit wiegenden Schritt um sie herum geht und Brommelst. Wenn die Dame des Hauses dann soweit ist bleibt sie stehen und hebt den Po leicht an. Der Deckungsakt braucht nicht länger wie ein paar Sekunden. Die Schwangerschaft erkennt man meist erst in den letzten 2-3 Schwangerschaftswochen, wenn die Meeriedame fast um das 3fache ihrer breite zunimmt.

Das trächtige Meerschweinchen kann man ruhig in der Gruppe lassen, jedoch sollte man den Vater kastrieren (Quarantänezeit mind. 6 Wochen d.h mind. 6Wochen von den Meerschweinchendamen fern halten, denn auch Meerschweinchen haben so etwas wie einen "letzten Schuß") und ihn in eine extra Gruppe setzen (hier kann es auch zu komplikationen kommen, manche Meerieböcke lassen sich nach 1mal decken unter umständen schwer in eine reine Böckchen-Wg integrieren).

Nach der Quarantänezeit darf er wieder zu seinen Weibchen. Die Meeriedame kann schon nach wenigen Stunden der Geburt wieder empfängnis bereit sein und man sollte zwischen den Würfen mind. einen 4 monatigen abstand lassen, damit sie sich erholen kann. Jedoch sollte der Abstand auch nicht höher wie 12 Monate sein, denn sonst verknöchert sich das Becken.

Die bevorstehende Geburt kündigt sich bei der jungen Mutter kaum an, das Weibchen baut kein Nest, sondern sucht sich einen ruhigen Platz im Gehege wo sie ihre Babys in empfang nehmen kann. Dabei spreitzt sie die Beine im sitzen und die Jungen werden mit dem Kopf voran geboren. Für jedes Neugeborene braucht das weibchen 5-10min um es heraus zu ziehen, abzunabeln und die Eihaut zu entfernen. Manchmal geht die Geburt so schnell das, daß Weibchen gar nicht hinterher kommt alle gleich herauszuziehn etc. Die Eihaut & Nachgeburt wird am Schluß gefressen. Bitte achte darauf, das sich dein Meerie bei der Geburt nicht auf die Seite legt, dies ist kein "Normalfall" deshalb sollte man den Tierarzt zu sich bestellen.

Meerschweinchen kommen voll entwickelt auf die Welt, schon im Mutterleib verlieren sie ihre Milchzähnchen und öffnen die Augen. Sie wiegen ca. 60g-100g und werden nur 2-3Wochen gesäugt, nehmen bis zur 6ten Lebenswoche täglich ca. 3-4g zu. Es ist zu empfehlen die Jungen täglich zu wiegen damit kann eine Gewichtsabnahme die auf Krankheit oder eine "unreife Mutter" zurückführen kann vermieden werden in dem man zufüttert. Die jungen Böckchen sollte man mit 3-6Wochen von der Mutter und den Schwestern trennen, da manche frühreife auch in dem jungen alter schon erfolgreich befruchten können.

Kaninchen

Die Häsin (Kaninchenweibchen) ist das ganze Jahr empfängnis bereit. Manchmal reicht auch nur die Anwesenheit eines Bockes aus, um sie hitzig zu machen. Der Deckakt dauert höchstens 15 Sekunden. Die Trächtigkeit dauert ca. 30 Tage, jedoch sieht man die "schwangerschaft" des Kaninchenweibchen's nicht an. In den letzten Tage der Tragezeit der Häsin, beginnt sie ein Nest mit Heu, Stroh, Fell uvm zu bauen. Am besten sollte die Kaninchendame dafür auch ein Häuschen (oder Wurfbox) im Käfig haben. Die meisten werdende Mütter sind in der Zeit, etwas scheuer und vorsichtiger, das ist normal und muß man hinnehmen. Natürlich sollte man die Häsin auch nährstoffreicher und vielseitig Ernähren (mehr Kräuter, Knollenfutter etc).

Man kann dies zB mit Vitaminpräperate unterstützen (am besten informieren Sie sich darüber bei ihrem Tierarzt, welches Präparat am besten ist). Wenn man weiß das die Häsin Trächtig ist, sollte man bevor die Geburt ist noch einmal den Käfig gründlich reinigen (falls schon ein Nest gebaut wurde nicht entfernen, herum putzen), denn wenn die Jungen ersteinmal da sind sollte man dies am Anfang nicht tun. Die Geburt der Jungtiere findet meist Nachts statt, da das Weibchen dabei ungestört sein will. Nach ein paar Stunden kann man es wagen, vorsichtig in das Nest zu sehen und zu schauen ob auch alle Junge wohl auf sind. Falls ein Junges nicht in seinem Nest liegt muß man es zurück legen, denn die Mutter tut dies nicht. Wenn noch reste von der Nachgeburt da sind muß man diese entfernen (auch die Totgeburten).

Kaninchenjunge können sehr schnell abmagern, da die Mutter sie nur einmal am Tag säugt. Aus diesem Grund sollte man die Kleinen jeden Tag (am besten immer um die selbe Uhrzeit) kontrollieren. Wenn die Bäuche glatt und rund sind, dann sind sie wohlgenährt. Falls sie eingefallen und faltig sind, kann man damit rechnen das sie am nächsten Tag gestorben sind (am besten zufüttern). Die Junge kommen völlig nackt, blind und taub auf die Welt. Wenn eine Kaninchenmama ihre Junge groß ziehen kann und auch will, sollte man dies auch lassen und nicht auf die Idee kommen, die Jungen selbst groß zu ziehen denn dann seien sie anhänglicher, zahmer und lieber.

Es ist sehr wichtig für die Kaninchen bei ihren Artgenossen und vorallem bei ihrer Mutter zu sein (auch wegen dem Sozialen). Besonders die Kolostralmilch, die direkt nach der Geburt von der Mutter abgegeben wird, ist sehr wichtig, weil sie sehr eiweißreich ist und viele wichtige Schutzstoffe enthält. Zwischen dem 7. bis 11. Tag öffnen die Jungen die Augen und ihr Körper ist von einem weichen Babyflaum bedeckt. Man kann sogar schon die spätere Fellzeichnung erkennen. Ab ca. dem 14ten Tag fangen die Kleinen langsam an aus dem Häuschen zu krabbeln und erkunden neugierig ihre Umgebung.

Ihr Fell ist bereits schon sehr schön entwickelt. Nach ca. 21 Tagen werden die Ausflüge der Kleinen öfters und auch länger.

Sie sind interessiert an ihrer Umwelt. Sie fangen langsam an am Heu zu knabbern und dann auch langsam am Frischfutter. Jedoch sollte man da noch vorsichtig heran gehen und die kleinen erst langsam an das Frischfutter gewöhnen. Schnell vergeht die Zeit und schon nach ca. 49 Tagen stellt sich der Magen- und Darmtrakt völlig auf feste Nahrung um, trotzdem trinken die Jungen noch sehr gerne bei der Mutter Milch. Schnell vergeht die Zeit und 10 Wochen sind schon um. Die Jungen haben sich alle prima entwickelt und es ist Abschiedszeit. Man kann sie nun abgeben.


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