Scheinschwangerschaft

Bei Kaninchen

Das Weibchen ist das ganze Jahr empfangsbereit. Eine Scheinschwangerschaft ist ein Produkt durch überschießender Hormone. Es kann passieren das durch die kleinste Veränderung ( Raumtemperatur, Futterumstellung, anwesenheit eines Rammlers), auch ein erfolgloser Deckungsakt durch einen kastrierten Rammler oder ein hitziges Verhalten das es dazu kommt. Meist sieht man dies an einer reihe an Veränderungen am Kaninchen. Nicht selten sieht man das weibchen dann aufgeregt hin und her rennen und dabei sammelt sie fleißig Stroh & Heu um damit ein Nest zu bauen. Auch aufgeregtes Scharren und genervtes Verhalten, ausrupfen vom Fell können anzeichen dafür sein.

Im Normalfall haben die weibchen dies 1-2mal im Jahr max. noch ein 3tes mal im Jahr, kommt es jedoch öfters vor sollte man den Tierarzt aufsuchen (auch Milchproduktion kann eine Scheinschwangerschaft sowie das, daß weibchen Aggressiv wird, dann bitte auch zum Tierarzt gehen) und sich über eine Hormontherapie informieren, oder gar Kastration. Zu häufige Scheinschwangerschaften führen dazu, dass sich die Gebärmutter der Häsin verändert. Des weiteren wird eine Häsin stark an gewicht zunehmen. Letzteres liegt daran, dass die Häsin denkt, sie bekommt Junge und speichert Reserven an, um die Jungen durchzubringen. Doch da sie keinen Nachwuchs bekommt, bleiben die angesammelten Reserven auf ihren Rippen kleben. Ebenfalls wird die Häsin nach und nach ihr Verhalten ändern, denn Scheinschwangerschaften (und auch existierende Schwangerschaften) sind extrem stressig für das Tier und wenn dies zu oft vorkommt, steht die Häsin unter Dauerstress. Dies kann sich z.B. in Bissigkeit äussern.

Eine richtige Schwangerschaft erkennt man daran, das die Zitzen geschwollen sind und der Bauch stark gerundet ist.


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