Aggressionen bei Kaninchen


Kaninchen sind grundsätzlich nicht aggressiv! Es hat immer einen Grund, wenn ein Kaninchen mit den Vorderpfoten schlägt, beisst oder knurrt. Diese Gründe sind sehr vielseitig:

Zu wenig Platz

Wenn ein Kaninchen, das ja bekanntlich sehr viel Bewegung braucht, keinen Platz hat, staut sich die Energie auf und diese muss entladen werden. Da das Tier dann unter Stress steht („ich will laufen, kann aber nicht“), fängt es an zu beissen, mit den Pfoten nach einem zu schlagen und/ oder zu knurren.

Einzelhaltung

Nicht selten kommt es vor, dass Kaninchen in Einzelhaltung aggressiv werden. Aufgrund mangelnder Beschäftigung und Einsamkeit, denn ein Mensch oder ein anderes Tier (bspw. Meerie) sind kein Partnerersatz!

Einzelhaltung in Abhängigkeit vom Menschen

Wenn ein Kaninchen nur mit einem Menschen zusammen lebt, kann es durchaus vorkommen, dass das Kaninchen den Menschen mal zwickt, wenn der Mensch mal was anderes tut. Dieses Verhalten ist, um Aufmerksamkeit zu erregen.

Falsche Haltung

Wenn ein Kaninchen mit einem Meerschweinchen zusammen leben muss, dann kann es durchaus vorkommen, dass das Kaninchen dem unterlegenen Meerschweinchen gegenüber aggressiv wird. Das kann den Grund haben, dass das Kaninchen einsam ist oder dass die Geräusche des Meerschweinchens Angst oder Nervosität hervorruft. Hierbei wird das Meerschweinchen im Übrigen den Kürzeren ziehen! Leider kam es bei dieser Haltungsform bereits zu Todesfällen.

Mangelnde Beschäftigung

Mangelnde Beschäftigung für das Tier oder mit dem Tier, kann hervorrufen, dass das Kaninchen total unausgelastet ist und sich dann irgendwas sucht, mit dem es spielen kann.

Krankheit

Es kann auch vorkommen, dass ein Kaninchen aggressives Verhalten an den Tag legt, weil es krank ist oder Schmerzen hat.

Schlechte Erfahrungen

Kaninchen, die aus einer ungewissen Vergangenheit stammen, haben oft Verhaltensauffälligkeiten, an denen gearbeitet werden muss.

Lösungen:

Für die verschiedenen Probleme, gibt es verschiedene Lösungen:

Zu wenig Platz

Da handelsübliche Käfige nicht artgerecht sind, sollte man seinen Kaninchen selbst etwas bauen, was dann auch an die individuellen Vorstellungen und Bedürfnisse angepasst werden kann. Hierzu unter Haltung > Eigenbauten mehr. Die minimalen Haltungsanforderungen findest Du unter Haltung auf dieser Seite.

Einzelhaltung und Einzelhaltung in Abhängigkeit vom Menschen

Hier hilft ganz klar nur ein zweites Kaninchen! Kaninchen sind Tiere, die in Familienverbänden leben – dieses Recht darf man ihnen nicht nehmen! Wenn Du eine Häsin hast, sollten ein kastrierter Rammler etwa gleichen Alters hinzu geholt werden. Wenn bereits ein Rammler da ist, lass ihn kastrieren, warte 6 Wochen (6 Wochen sind die Spermien im Samenstrang überlebensfähig) und hol dann eine Häsin dazu. Wichtig ist: Das Tier sollte vom Alter her in etwa passen, Unterschiede bis zu 2 Jahren sind ok. Es gibt viele Tierschutzorganisationen, die Kaninchen in gute Hände vermitteln möchten – schau dich auch in den Tierheimen der Umgebung um. Tipps zur Vergesellschaftung erhältst Du ebenfalls bei uns auf der Homepage oder auch individuell im Forum.

Falsche Haltung

Informier Dich genau über die Bedürfnisse von deinem Kaninchen/ Meerschweinchen und setz jeweils mindestens einen artgleichen Partner hinzu.
Wenn ei kaninchen und ein Meerschwein sich nicht streiten , muss es nicht sien, dass sie sich verstehen und mögen. Die Tiere kennen nur sich gegenseitig.
Glaub aber bitte: Beide werden aufblühen, wenn sie endlich nicht mehr alleine sind. Hierbei stehen dir sicherlich auch Tierheime und Tierschutzorganisationen zur Seite und auch wir beraten dich gern.

Mangelnde Beschäftigung

Wenn einem Kaninchen langweilig ist, kann schnell, günstig und effektiv Abhilfe geschaffen werden. Einen ganzen Haufen Tipps dazu findest du unter Haltung.

Krankheit

Wenn ihre Tiere krank sind, hilft nur der Weg zum Tierarzt!

Schlechte Erfahrungen

Kaninchen, die zu Dir kommen mit ungewisser Vergangenheit, Haltung und Aufzucht, weisen sie sehr oft Verhaltensauffälligkeiten auf. An den meisten kann gearbeitet werden, kein Fall ist hoffnungslos.

Hier hilft:

  • Setz das Tier nicht unter Druck und bedräng es nicht
  • Beweg Dich leise, ruhig und langsam
  • Sprich leise und mit ruhiger Stimme
  • Hab Geduld – ein verhaltensgestörtes Tier braucht viel Zeit
  • Gib die Hoffnung nicht auf und freu dich auch über kleine Fortschritte
  • Überfordere das Tier nicht (z.B. wenn es sich hat streicheln lassen, dann versuch es nicht noch 20 Mal, wenn das Tier nicht will. So zerstört man schnell das gewonen Vertrauen.)

Ein verhaltensgestörtes Tier braucht eine erfahrene Hand – scheue dich nicht, um Hilfe zu bitten!



 

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