Der Einzug



Das Tier zieht ein

Bevor das Tier einzieht, solltest du das Gehege (mindestens 2 qm² pro Kaninchen) fertig eingerichtet haben.

  • ein gefüllter Futternapf ( gewöhntes Frisch- und Grünfutter)
  • ein gefüllter Wassernapf
  • Zweige
  • selbstverständlich Heu (am besten in der Raufe)
  • Kloschale mit Einstreu, Strohpellets, Holzpellets, Baumwollenstreu o.ä.
  • Häuschen zum rein- und rauflegen
  • Verstecke aus unbedruckten Kartons, Blumenpflanzsteinen, Tunnel etc.



Sind die Kleinen nun endlich da, gib ihnen Zeit zum Eingewöhnen. Auch wenn es verlockend ist sie anzufassen, lass sie die erste Woche unter sich sein. Es gibt für sie vieles zu entdecken – neue Gerüche, neue Umgebung, neue Geräusche und auch den „Futtergeber“. Gern kannst du dich zu ihnen in das Gehege setzen, damit sie dich näher kennen lernen können. Wenn sie auf dich zukommen, lass sie dich beschnuppern, aber greif nicht gleich nach ihnen. Ein zwanghaftes Streicheln, Anfassen und Hochnehmen sollte unterlassen werden, da die Tiere sonst nur Angst bekommen und so länger brauchen, um Vertrauen zu fassen. Abwarten und statt Teetrinken: gesunde Leckerlis – heißt hier die Devise!

Nach den ersten paar Tagen

Wenn neue Tierchen eingezogen sind, ist nicht nur das Gehege wichtig, sondern ebenso wichtig ist der Gang zum Tierarzt. Dieser untersucht die Tiere genau:

  • allgemeiner Gesundheitszustand
  • macht eine eindeutige Geschlechtsbestimmung/-bestätigung
  • Kotuntersuchung (Kot von drei Tagen sammeln und dem Tierarzt mitgeben)
  • eventuell noch nicht erfolgte Impfungen werden nachgeholt (wenn das Tiechen gesund ist!)
  • ein Termin zur Kastration von Männchen kann festgesetzt werden

Nur so kann gewährleistet werden, dass bei euch gesunde Tiere eingezogen sind.

Es ist nur ein Kaninchen eingezogen?

Kaninchen sind bekennende Gruppentiere und sollten mindestens zu zweit gehalten werden. Nach dem Kontrollgang zum Tierarzt, müsstet ihr Klarheit über das Geschlecht des Tieres haben und es empfiehlt sich den Rammler kastrieren zu lassen. Es ist wirklich wichtig, dass der Kastrat noch 6 Wochen in der so genannten „Kastrationsquarantäne“ alleine sitzt. Das ist wichtig damit er wirklich keinen weiteren Nachwuchs mehr zeugen kann und dass sich die Hormone vollständig abbauen können.
Ein geschlechtsreifer Rammler hat ein hormonell beeinflusstes Revier-, Dominanz- und Sexualverhalten. Erst wenn sich das gelegt hat, kann man die Tiere ohne das ein weiteres Tier darunter leiden muss vergesellschaften.

Haben die Kastraten dann endlich die Kastrationsfrist erfolgreich abgesessen, können sie mit einem Weibchen (unserer Erfahrung nach die beste Konstellation) auf neutralem Gebiet vergesellschaftet werden.

Wenn ein Weibchen eingezogen ist, dann sieh dich doch mal in den Tierheimen in deiner Umgebung um. Oft warten dort schon kastrierte Rammler auf ein neues liebevolles Zuhause. Wenn sich da nichts findet, kannst du dich noch im Forum oder bei Tierschutzorganisationen umsehen, wie z.B. die Kaninchenhilfe! Weitere Organisationen findest du hier.

Ist ein weiteres Tier eingezogen und soll mit der bestehenden Gruppe oder einem Einzeltier vergesellschaftet werden?

Dann ist der Gang zum Tierarzt ebenfalls von Nöten: allgemeiner Check, Kotuntersuchung, Geschlechtsbestimmung, Kastration, Impfung. Auch wenn der Tierarzt nun auf den ersten Blick die Gesundheit bestätigt, raten wir dazu, das Tier weitere zwei Wochen getrennt zu halten, um eventuelle Krankheiten auszuschließen. So ein Umzu kann bei dem Tier Stress verusachen, was den Ausbruch verschiedener Krankheiten (E.C., Pilzbefall, Hefen im Darm, Kokzidien) stark begünstigen kann.
Ja, wir haben Mitleid mit den einzeln sitzenden Tierchen, aber das sind nur 14 Tage die tun nicht weh, sind aber enorm wichtig. Ist dann die Quarantäne abgesessen, kann nun endlich auch das neue Tier vergesellschaftet werden.


Geschrieben mit Alice


 

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