Erfolgsgeschichten


Kira´s Weg in ein schönes Heim

Es war Anfang 2005, als mich die Nachricht erreichte: Drei Kaninchendamen aus einem anderen TSV suchen Pflegestellen. Eine Kaninchenschutz-Kollegin nahm eine der Damen auf, Lara… die zweite Dame – Leila – zog zu einem weiteren Kollegen. Die dritte im Bunde – Kira – zog bei mir ein.

Ihre Vorgeschichte:

Wo sie ihr erstes Lebensjahr verbrachte, weiss ich nicht, aber es müssen sclhimme zustände gewesen sein, denn ein anderer Tierschutzverein beschlagnahmte sie von dort. 2 Jahre saß die süße Maus dort und nahm immer mehr an Gewicht zu bis zu dem „Spitzengewicht“, mit dem sie hier ankam. Die Hunde dort terrorisierten die arme Maus und Auslauf schien ein vollkommenes Fremdwort zu sein – genau wie Heu und Frischfutter (ausser Apfel und Möhre).

Wow dachte ich, als ich sie das erste Mal gesehen habe… dieses Tier hat kaum aufs Bild gepasst?

Kira wurde noch in Kassel gewogen – 2800 g! Zahnspitzen hinten mussten entfernt werden, sie hatte Durchfall, Panik bis zum Anschlag und biss und schlug. Super, dachte ich mir… was da wohl auf uns zu kommt. Kira kam dann in Kaltenkirchen an, wo ich sie abgeholt habe. Anne vom Kaninchenschutz nahm sie aus ihrer Transportbox, um sie in meine zu setzen und mir stockte der Atem: Dieses arme Tier war so fett, dass ich fast hinten über gekippt bin. Fast 3 KG auf ein normal grosses Zwergkaninchen (Idealgewicht 1500 g) gedrückt…

Kira bei ihrer Ankunft

Ich nahm die Süße mit nach hause und liess sie erstmal in Ruhe. Ihr Verhalten war absolut apathisch. Sie liess sich geschlagene 8 Tage weder anfassen noch sonst irgendwas. Da war nun Kreativität gefragt, weil sie von alleine auch nicht die Käfigunterschale verlassen wollte, obwohl die komplette Front 24 Stunden offen stand.

Ich habe dann die Transportbox in den Käfig gestellt und sie in eine Ecke gedrängt – das mag nicht die feine englische Art sein, aber irgendwas musste ja passieren. Dann entschloss ich mich erstmal, sie zu meiner Tierärztin zum Durchchecken zu bringen.
Der Durchfall war noch da, doch ihre Angst veränderte sich. Plötzlich – wo sie mich vorher nur gebissen hat und mit ihren Pfoten nach mir schlug und mich anknurrte – suchte sie Schutz bei mir… mir ging das Herz fast über? Zu hause angekommen, habe ich sie erstmal aus dem Käfig ausgesperrt, damit sie sehen konnte, dass nichts schlimmes passieren würde. Sie erkundete also die Küche und mich. Ich hatte mich zu ihr auf den Boden gesetzt. Und dann kam sie kuscheln – ich hab mich so gefreut!

Das Schlagen, Beissen und Knurren legte sie eine ganze Zeit nicht ab, liess sich aber anfassen und wenn man sie sanft gezwungen hat, hat sie das Kuscheln und Streicheln absolut genossen. Nur von alleine hat sie es nie eingefordert. Sie gewöhnte sich langsam, aber in beständigem Tempo ab, dass es nur Trockenfutter gibt. Sie wurde zu einem wahren Kräuter-Freak und vernichtete alles an Kräutern, was es so gab! Doch Heu – niemals! Gleich beim ersten mal, wo sie mir überhaupt was aus der Hand nahm, konnte ich ein Bild machen, welches ich hier stolz präsentieren kann:

An einem Samstag stellte sie das Futter ein und es stand fest, dass sie Gesellschaft brauchte. Es kam eine Woche später der kleine Spencer an.

Kira wurde immer mutiger und erkundete bald die komplette Küche. Vorher war nur die hintere Hälfte, wo der Käfig auch stand, interessant. Doch nun blühte sie auf! Die beiden waren nie DAS Traumpaar, aber er tat Kira unglaublich gut. Sie fing an Heu zu futtern, erkundete und probte aus, was es heisst, ein "Rudel" um sich zu haben!

Nach 2 Monaten Pflegestelle war aber nun der Abschied gekommen. Am 16.04.2005 zog Kira aus meiner Küche aus… mit stolzen 2300 g! Ich vermisse die kleine Maus unheimlich, aber sie lebt jetzt mit ihrem Traummann zusammen in Berlin auf einem Balkon mit Familienanschluss. Mittlerweile wiegt sie nur noch 1900 g und lässt sich beschmusen. Ein Happy-End wie es im Buche steht!

Spencer´s Happy end-Geschichte

Spencer wurde zusammen mit einer Kaninchendame in Berlin gefunden – ausgesetzt in einem Karton im Januar!
Zu dem Zeitpunkt war in Berlin eine Messe, auf der auch der Kaninchenschutz e.V. mit deinem Stand vertreten war.
Die Mitarbeiter vom Kaninchenschutz wurden gebeten, die beiden Würmchen aufzunehmen und Bianca aus Berlin nahm sich ihrer an. Sie wollte die beiden gerne behalten, aber ihre eigene Gruppe machte ihr einen Strich durch die Rechnung und Spencer wurde arg zerbissen, sodass schnell ein anderer Platz her musste. Zu dem Zeitpunkt suchte ich nach einem Partner für mein Pflegetier Kira.

Schon bald stand fest, dass ich Spencer aufnehmen würde und er kam etwa 1 Woche später hier an. Die erste Nacht verbrachte er in meinem Flur, weil er sehr spät ankam und ich den beiden es nicht zumuten wollte, mitten in der Nacht eine Zusammenführung zu starten. Ich beschäftigte mich mit Spencer, weil ich auch gespannt war, wie sein Charakter wohl sein würde. Ein absolutes Traumtier: Er lässt sich alles gefallen, schmust gerne, ist tierisch neugierig und absolut lieb! Doch dass er sich alles gefallen lässt, kann für ihn auch negative Auswirkungen haben. Die Zusammenführung mit Kira klappte relativ reibungslos und der kleine schüchterne Kerl ordnete sich sofort unter. (das Bild ist nicht von der Zusammenführung, sondern ist etwas später entstanden).

Er hatte Kira gegenüber einen deutlichen Nachteil: Das Gewicht! Er wog das, was er wiegen sollte und mit ihr war das zu wenig,
Spencer und Kira waren leider nicht DAS Traumpaar, so wurde er mit Happy End an eine liebe Kaninchenschutz-Kollegin vermittelt.



 

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