Grabmilbe (Trixacarus caviae) bei Kaninchen


Mit bloßem Auge sind Grabmilben nicht zu erkennen, da diese unter den oberen Hautschichten Gänge bohren. Überwiegend halten sich dort die weibchen auf, damit diese dort ihre Eier ablegen können. Die Männlichen Milben halten sich meist auf der Oberfläche der Haut auf, zwecks Brautschau. Nach ca. 8 Tagen schlüpfen die Larven und nach weiteren 2 Wochen sind auch diese Paarungsbereit. Diese Parasiten können sich auch außerhalb des Wirtes (Kaninchen) aufhalten, z. B. in Ritzen, auf aufgerautem Holz oder auch im Stroh. Es kann also vorkommen, das man sich die Grabmilbe mit dem Stroh in das Heim einschleppt. Sie können bis zu 3 Wochen ohne Nahrung überleben, dann erst sterben sie. Einen Befall merkt man erst, wenn er schon stärker fortgeschritten ist. Im Ohrengrung beginnt der Befall, der dann über den Nacken- und Schulterbereich reicht und sich über den ganzen Körper erstrecken kann.

Symptome

Es können Rötungen bzw. Hautreizungen mit Irrtitation der Hautnerven auftreten. An den betroffenen Stellen sind die Kaninchen meist berührungsempfindlich. Des öfteren kommt noch eine entzündete aufgeraute Haut mit schuppen und blutigen Grindern hinzu. Auch kommt ein starker Juckreiz und Unruhe hinzu. Es können auch epilepsieartige Anfälle auftreten und es kommt zum Fellverlust und Kahlstellen. Meist auch Auszehrungen, die zum Tod führen. Auch in Kratzwunden können sich Bakterien oder Hautpilze einnisten, was den Zustand des Tieres verschlimmert.

Behandlung

Es gibt Wirksame Mittel bei der Behandlung von Grabmilben beim Kaninchen. Folgende Wirkstoffe sind aus der Avermectingruppe enthalten: z. B. Ivomectin Selamectin, Doramectin). Gegen bestimmte Wurmarten oder auch gegen Ektoparasiten wirken die Stoffe. Als Injektionslösung gibt es Ivomec (Ivomectin) oder Dectomax (Doramectin), die man auch als Pur-On-Lösung nehmen kann. Diese sind dann nur zum Einreiben auf der Haut gedacht. Über den Blutweg werden die Milben abgetötet, durch den oben genannten Wirkstoff, der sich in Leber + Fettgewebe einspeichert und langsam in den Körper freigegeben wird. Um die Nachbrut der Milben erfolgreich abzutöten müssen 3 Injektionen/Einreibungen in 8-10 Tagen Abstand vorgenommen werden. Bei Kaninchen richtet sich die Dosierung nach dem Gewicht und dem Alter des Tieres. Jungtiere kommen für eine Injektionsbehandlung erst ab Monaten in Frage. Tragende Weibchen sollte besser nicht behandelt werden (oder in absolute Härtefällen, nach absprache mit dem tierarzt). Es müssen alle Tiere gleichzeitig behandelt werden. Die kann man dann mit Avermectine behandeln, aber wenn es einen neuen Befall gibt, dann kann man Avermectine frühestens nach 4 Monaten erneut anwenden. Avermectine hat eine gute Wirkung gegen Grabmilben gezeigt, aber es ist auch giftig, das darf man nicht vergessen bzw. unterschätzen. Es wird von den Kaninchen in der Regel gut vertragen, aber man kann keine vorbeugende Behandlung machen, da keine Langzeitwirkung besteht. Auch nur bei einem Befall anwenden und nicht ohne die Rücksprache eines TA behandeln!




 

Nur als registrierte Wackelnase kannst du alle Funktionen unserer flauschigen Community nutzen.

- Werbeanzeige - Möchtest du Wackelnasen direkt unterstützen, dann freuen wir uns über deine Spende mittels PayPal -