Hitze bei Kaninchen


Die Hitze bezeichnet bei weiblichen Kaninchen die Paarungsbereitschaft, somit ist die Hitze hormongesteuert.

Die Paarungsbereitschaft zeigt sich mit mehreren und manchmal auch unterschiedlichen „Symptomen“:

    Die Häsin…
  • hoppelt mit aufgestellter Blume umher
  • bespringt die anderen Kaninchen und beginnt sie/ihn zu berammeln
  • fängt an zu Brummen sobald sich andere Kaninchen ihr nähern
  • klopft mit den Hinterfüßen. Man nimmt an, dass sie dadurch den Stress abbaut
  • fängt an sehr stark zu markieren: a) mit der Duftdrüse am Kinn b) mittels Urin und Kot
  • kann in ihrem Verhalten aggressiv(er) werden
  • Die Vulva ist geschwollen, rot bis tiefrot gefärbt und meist feucht

Wann und warum wird das Weibchen hitzig?
Da Häsinnen keinen festen Sexualzyklus haben, kann man nicht bestimmt sagen wann sie (wieder) hitzig werden. Allerdings ist sie beeinflussbar durch verschiedene Faktoren, wie z.B. Jahreszeiten (gerade Frühling und Herbst), Temperaturen, ect. Das Einhergehen der Hitze beginnt mit der Geschlechtsreife und hat meist ihren Höhepunkt während der Pubertät zwischen dem 6. und 9. Monat.

Es ist dringend darauf zu achten, dass die Häsin nicht in der Hitze stecken bleibt (Dauerhitze). D.h. sie sollte nicht länger als 2 Wochen hitzig sein. Passiert es doch, muss dieser Sachverhalt mit dem Tierarzt besprochen werden, damit auch die inneren Organe genaustens mittels Röntgen und Ultraschall untersucht werden können. Eine verstärkte Hormonbelastung kann zu Veränderungen an der Gebärmutter, Milchdrüsen, den Eierstöcken u.ä. führen.
Zu behandeln ist eine Dauerhitze je nach Gesundheitszustand mit einer Bachblüten- oder Hormontherapie und letztendlich mit einer Kastration der Häsin.
Man erkennt die Dauerhitze an den oben genannten Symptomen (Aggression, Unruhe, starkes Markierverhalten,...).
Wer seine Tier kennt, bemerkt eine voranschreitende Wesensänderung durch die starke hormonelle Belastung.

Begriffsklärung
Dass Kaninchenweibchen nicht kastriert, sondern sterilisiert werden ist eine fehlerhafte Begriffsauffassung.
Sterilisiert bedeutet, dass das Tier (unabhängig vom Geschlecht) unfruchtbar gemacht wird, wobei die Keimdrüsen erhalten bleiben.
Kastration bedeutet, dass das Tier unfruchtbar gemacht wird, weil die Keimdrüsen entfernt werden. Beim Weibchen wird zusätzlich zu den Eierstücken die Gebärmutter entfernt.

Verfasst mit Alice



 

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