Kokzidiose bei Kaninchen


Diese Krankheit tritt bei Kaninchen am meisten auf. Bei einem gesunden, immunstarken Tier kann sie gut abheilen, jedoch aber ebenso innerhalb kurzer Zeit qualvoll zum Tod des Tieres führen. Leichter und häufiger betroffen sind Jungtiere, viele überleben dies nicht, doch auch ältere Tiere bleiben nicht verschont.
Kokzidien sind Einzeller, Parasiten und Schmarotzer. Sie leben auf die Kosten eines anderen Tieres, vermehren und entwickeln sich dort. Man schleppt sich diese Krankheit leicht durch verseuchtes Heu oder andere erkrankte Tiere ein, schnell wird hierbei auch der Mensch Überträger. Bei Kaninchen kommen zwei

Arten von Kokzidiose vor:

Darmkokzidiose (Erreger Eimeria perforans und Eimeria magna) tritt meist im Alter von 3-10 Wochen auf.
Die Sterberate bei den Jungtieren ist leider sehr hoch.

Symptome

- Verdauungsstörungen
- schleimiger Durchfall
- evtl. auch Verstopfung
- aufgeblähter Bauch
- Kot ist nicht geformt

Es kann hier durchaus vorkommen, dass die Tiere bei einer sehr akuten Erkrankung plötzlich ihren Appetit verlieren und das Fressen einstellen. Es ist möglich, dass betroffene Tiere innerhalb von zwei Tagen versterben.

Gallenkokzidiose (Erreger Eimiriastiedae tritt in der Leber auf). Meist sind Tiere ab der siebenten Lebenswoche davon betroffen. Diese Art ist meist schleichend und hat keine akuten Krankheitszeichen

Symptome:

- Gewichtsverlust
- Apathie
- leichte Gelbsucht
Damit man seine Tiere nicht unnötig dieser Gefahr aussetzt, sollte man
neue Tiere immer in zweiwöchiger Quarantäne und eine Kotuntersuchung beim Tierarzt durchführen lassen (Kosten ungefähr 10 Euro). Die Behandlung ist meist langwierig und erfolgt mit Parasitenmitteln (besonders bewährt hat sich Kokzidiol), man sollte dann verstärkt auf die Hygiene achten, d.h Käfig täglich mit heißem Wasser putzen, Trink- und Freßnäpfe mit 80°C heißem Wasser auskochen oder 5-10 Minuten in den 100°C heißen Backofen stellen.

Bitte beachtet, dass eine geringe Kokzidienbelastung im Körper von Kaninchen durchaus normal und nicht besorgniserregend ist. Durch Stress, Immunschwäche oder eine nur leichte Zweitansteckung kann dann aber die Kokzidose ausbrechen.




 

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