Steckbrief Kaninchen / Zwergkaninchen / Hauskaninchen und weitere...


Kaninchen / Hauskaninchen Steckbrief



Familienordnung:
Hasenartige Tiere
ursprüngliche Heimat:
Spanien
Körpergewicht:
1000-8000g (je nach Rasse)
Lebenserwartung:
ca. 8 Jahre (bei guter Gesundheit und Pflege sind auch 10-12 Jahre möglich, selten 14)
Geschlechtsreife:
ab ca. 3 Monaten (Männchen im Schnitt mit 12 Wochen, Weibchen mit 14 Wochen)
Körpertemperatur:
38,5-39,5 Grad C
Werbungsverhalten:
das Männchen umkreist das Weibchen, der Deckakt dauert höchstens 10 bis 15 Sekunden
Trächtigkeit, Geburt & Aufzucht:
Kaninchen tragen 29-33Tage. Ihre Junge kommen blind und nackt in einer von dem Muttertier vorbereitetem Nest (aus Stroh, Nest, Fell etc.) auf die Welt und benötigen intensive Betreuung vom Muttertier (Nesthocker). Das Muttertier säugt meist dann wenn es absolute Ruhe hat und sich nicht gestört fühlt. Nach jeder Fütterung der Jungen folgt ein intensives Ablecken der Mutter, so wird neben der Reinigung auch die Darm- und Blasentätigkeit angeregt. Zwischen dem 7. und 11. Lebenstag werden die Augen geöffnet. Um die 2. Lebenswoche werden die Jungen lebhafter und fangen schon an herumzukrabbeln, ab dem 28. Tag beginnen sie sogar schon langsam feste Nahrung aufzunehmen. Wenn sie mindestens 8, lieber 10 Wochen alt sind können die Jungen in ein neues Zuhause ziehen, sie brauchen die Pflege der Mutter dann nicht mehr.
Haltung:
Kaninchen sind gesellige Tiere und brauchen deshalb immer einen Artgenossen. Es empfiehlt sich ein Pärchen anzuschaffen, dabei sollte man jedoch beachten das Kaninchen sehr früh geschlechtsreif werden und man deshalb den Rammler zeitig kastrieren (vor der 12. Woche) lassen muß. Eine Frühkastration kann man ab der 8. Lebenswoche durchführen. am besten in der 10. Woche.
Für die Haltung zweier Kaninchen benötigt man einen Käfig von mind. 140 cm x 85 cm x 60 cm (L x B x H). Vor einen Handelsüblichen Käfig stellt man dann Gehegeteile auf, so kann man den Kleinen ausreichend Platz geben, ohne das sie unbeaufsichtigt die Wohnung unsicher machen. Zusätzlich benötigen diese bewegungsfreudigen Tiere einige Stunden an Auslauf, das fördert die Gesundheit und macht Spaß.
Die Optimale Umgebungstemperatur beträgt 15-18 °C, zwar stammen Kaninchen aus südlichen Gebieten, jedoch vertragen sie Temperaturen über 25°C eher schlecht.
In ein Gehege gehört mindestens: eine Heuraufe, Wassernapf, Haus mit Flachdach und Tunnel zum Verstecken + Kloschale.
Ernährung:
In freier Wildbshn überwiegend Gräser, Kräuter, Knospen, Blüten, Rinde, Pilze, Beeren.
Als Haustier sollte diese Ernährung nicht viel abweichen, alternativ zum frischen Gras kann Heu angeboten werden und gut verträgliches Gemüse.
Leider wird vielen Kanichenneulingen immer wieder zu Trockenfuttermischungen bekannter Firmen geraten. Was viele nicht wissen ist, dass jenes TroFu getreidehaltig aber somit nicht gut für ein Kaninchen ist.
Getreide fressen Kaninchen nur in der Erntezeit, kurz vor Winter, wovon sie sich Fettreserven aufbauen müssen.
Das TroFu für unsere "Haus"kaninchen ist deshalb zu energiereich und nur als Kraftfutter für kranke oder trächtige Kaninchen gedacht. (max. 1 El pro Tag und Kaninchen).
Revierverhalten:
Da Kaninchen Herdentiere sind verfügen sie über ein ausgewogenes, jedoch auch sehr streng hierarchisches Sozialsystem. Es gibt sowohl bei den Weibchen wie auch bei den Rammlern ein Leittier. Im Grunde sind Kaninchen sehr friedliche Tiere, jedoch können bei Rangordnungskämpfen auch sehr schlimme teils tödlich endende Bisswunden entstehen. Kaninchen besitzen 2 Duftdrüsen: eine am Unterkiefer, die zweite im Afterbereich. Durch reiben des Hinterteils oder des Kins wird ihr Revier makiert. Sehr dominante Weibchen oder unkastrierte Rammler markieren ihr Revier zusätzlich noch mit Harn.
Körpersprache:
geduckte Haltung / Ohren am Körper: Das Kaninchen unterwirft sich
Anstupsen: Sympathiebeweis, sagt Hallo oder möchte, dass du dich mit ihm beschäftigst
Lecken: Zeichen von Zuneigung
Stossen mit dem Kopf (z.B. gegen die Hand): Es will jetzt nicht weiter gestört werden.
Gespannte Sitzhaltung bei angelegten Ohren: Das Kaninchen möchte in Ruhe gelassen werden und ist in Verteidigungsbereitschaft.
Das Kaninchen liegt lang ausgestreckt da: Das Kaninchen ruht! Fühlt es sich gestört, werden die Füße schnell unter den Körper gezogen um bereit für eine Flucht zu sein.
Das Kaninchen wälzt sich auf dem Rücken: das Kaninchen fühlt sich wohl und ist entspannt.
Männchen machen: So ist alles im Blick, es ist aufmerksam und neugierig und möchte alles sehen!
Stampfen/Klopfen mit den Hinterläufen: es warnt seine Artgenossen das Gefahr droht oder tut Ärger kund.
Kinnreiben: Das Kaninchen markiert sein Revier, denn es besitzt eine Duftdrüse am Kinn!
Urin verspritzen: unkastrierte Rammler/dominante oder hitzige Weibchen markieren ihr Revier
Laute:
leises Zähneknirschen/Zähnemahlen: Zufriedenheit
starkes Zähneknirschen: das Kaninchen hat Schmerzen!
Fiepen: das Kaninchen hat Angst ist verunsichert.
Brummen: Das Böckchen rennt brummend um die Häsin rum, er umwirbt sie. Das Weibchen ist hitzig!
Leises Knurren:Unmut
Knurren: das Kaninchen ist aggressiv (z.B. Hitze, während Futterstreitigkeiten) Es ist bereit für einen Angriff.

Hase Steckbrief


Familienordnung:
Hasenartige Tiere
ursprüngliche Heimat:
Steppenlandschaft
Körpergewicht:
4 bis 6 kg.
Lebenserwartung:
freier Wildbahn etwa 4 Jahre alt, in Gefangenschaft bis zu 9 Jahre alt
Geschlechtsreife:
7 Monaten
Trächtigkeit, Geburt & Aufzucht:
Hasen tragen 42-43 Tage danach kommen meist 1-3 Junge die sehend und behaart (Nestflüchter) sind zur Welt. Einmal am Tag geht die Häsin ihre Jungen säugen, sie ist nicht immer am Nest, jedoch immer in der Nähe. Ab dem 30. Lebenstag der Jungen endet die Säugezeit und sie fressen feste Nahrung.
Haltung:
Hasen gehören in die freie Wildbahn und sind nicht dazu geeignet in Gefangenschaft zu leben. Wenn man ein Findelkind hat sollte man darauf achten, dass man es nicht zu sehr an den Menschen gewöhnt damit es noch ausgewildert werden kann.
Ernährung:
Hasen ernähren sich rein pflanzlich aus vielen verschiedenen Kräuter und Gräsern. Seinen Vitamin B1-Bedarf deckt der Hase indem er seinen Blindarmkot wieder aufnimmt.
Revierverhalten:
Feldhasen bilden keine festen Kolonien, sie sind meist Einzelgänger und kommen nur zur Paarung zusammen.
Körpersprache & Laute:
Die Körpersprache und die Laute sind im Allgemeinen ähnlich wie die des Kaninchens.


 

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